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Ist es okay sich hässlich zu finden?

25. Februar 2019
ist es okay sich hässlich zu finden - hässliches Entlein

Eine schiefe Nase, Streifen an den Beinen oder tagtägliche Bad-hair-Days. Jeder Mensch hat seine eigenen Stellen, die ihn an seinem Körper stören. Doch wenn wir beginnen uns selbst als hässlich zu bezeichnen, kann dieses Gefühl zur echten Problemzone werden. Bitte frage dich nie, ob es okay ist sich hässlich zu finden.

Problemzonen hat jeder Mensch

Seit meiner Pubertät litt ich unter meinen Beinen. Ich empfand besonders meine Waden als viel zu dick und die Oberschenkel zu schwabbelig. So fing ich bereits mit 12 Jahren mit Übungen an, die meine Beine hoffentlich in eine bessere Form bringen sollten. Meine Mutter war die einzige Person, der ich meine Sorgen mitteilte. Natürlich sprach sie mir gut zu, denn meine Beine waren wirklich normal für meine Größe, mein Gewicht und mein Alter. Meine Wahrnehmung war das einzige Problem.

So vergingen Wochen und Monate und ich trug so gut wie nie kurze Hosen oder Röcke. Ich fühlte mich hässlich. Beim Ballettunterricht hatte ich auch durchweg blickdichte schwarze Strumpfhosen an, dass meine Beine, für mich, wenigstens optisch etwas schmaler wirkten. Im Nachhinein frage ich mich wirklich, wie ich auf die Idee gekommen bin, meinen Beinen eine so wichtige Rolle in meinem Erscheinungsbild zu geben. Ich habe mich so sehr beeinflussen lassen, weil ich mich hässlich fühlte.

Ich finde meinen Körper hässlich.

Wie kann sich ein junges Mädchen nur selbst so blockieren? Wie kann sie sich selbst als hässlich empfinden, nur weil sie mit einer Stelle ihres Körpers so unzufrieden ist?

Es ist etwas völlig normales, sich mal unwohl in seinem Körper zu fühlen. Unsicher zu sein, weil man vielleicht gerade einen Pickel im Gesicht hat oder gerade etwas viel gegessen hat. Aber sich selbst hässlich zu finden kann so viel kaputt machen.

Achte mal auf deine Mitmenschen, starren sie durchweg auf deinen Pickel? Verdrehen sie die Augen wenn sie deine Beine sehen? Bestimmt nicht. Du bist der einzige, dem deine angeblichen Problemstellen auffallen. Jeder Mensch ist so fixiert auf seine eigenen Probleme, dass kaum jemand auf die der anderen achtet. Auch wenn du dich selbst hässlich fühlst, die anderen Menschen sehen dich sicherlich nicht so. Sie sehen höchstens einen unsicheren Menschen, der sich selbst klein macht und versteckt.

Ich bin schüchtern, weil ich hässlich bin.

Lass dich nicht von deiner eigenen Unsicherheit lähmen. Du bist so wie du bist und das ist auch gut so. Frage mal deine Freunde oder Freundinnen, welche Stellen an ihrem Körper sie hässlich finden. Ich bin mir sicher, du wirst überrascht sein. Überrascht über deren Wahrnehmung, denn diese vermeintliche Schwachstelle an deren Körper ist dir mit Sicherheit noch nie aufgefallen oder du hättest sie nie als Problemzone betitelt.

Nur du siehst deine Problemzonen

Wir selbst sind unsere größten Kritiker und nehmen keine Rücksicht auf unsere eigenen Gefühle und unser eigenes Selbstbewusstsein. Das bedeutet nicht, dass ihr eure vermeintlichen Problemzonen einfach anfangen sollt zu lieben. Denn ich weiß, so einfach geht das nicht. Aber lernt mit ihnen zu leben. Versteht, dass das einfach ihr seid, mit einem Pickel im Gesicht oder einer Delle am Bein mehr oder weniger. Akzeptiert die Gegebenheiten und freut euch über eure Lieblingsstellen an eurem Körper. Konzentriert euch lieber auf das Positive, so werdet ihr selbstsicherer und habt eine ganz neue Ausstrahlung. Denn ausgeglichene Menschen wirken auf andere positiver, lebensfroher und hübscher. Wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, strahlen wir von innen und mit einem Lächeln im Gesicht sind wir alle wunderschön. Da macht der ein oder andere Pickel überhaupt nichts aus.

Wenn wir uns aber verstecken wollen wegen ihm, dann achten die Leute auf unsere Unsicherheit und suchen den Fehler und entdecken ihn dann vielleicht sogar. Daher akzeptiere deine vermeintlichen Problemzonen und bezeichne dich selbst niemals als hässlich. Denn hässlich ist kein Mensch, egal mit was für kleinen Problemen er zu kämpfen hat.

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